Überblick

Es geht um das individuelle Stemmen gegen den Abstieg und um den Respekt vor sich selbst– in einer Welt, in der man immer mehr und immer härter arbeiten muss. Es gibt genügend Anzeichen, dass es schlechter wird, immer weniger Substanz und immer weniger Miteinander. Eine zunehmende Entfremdung also, aber die Zeichen werden nicht ausreichend ernst genommen. Im Ringen um das tägliche Dasein verlieren die Menschen den Blick für das Ganze und für die lange Sicht. Sie erfreuen sich an kleinen, lokalen Erfolgen, ohne zu merken, dass ihre Welt aus den Fugen gerät. Sie hoffen, oft vergeblich, dass vom Kuchen auch für sie ein paar Krümel abfallen. Einige lehnen sich auf, andere driften in die Radikalität ab, die meisten aber lassen den Blick nach unten gerichtet, weil sie die ganze Wahrheit nicht ertragen können. Wie lange kann das gut gehen? (Erstaunlich lange!)