Es geht um die Zeit nach der Braunkohle im indeland. Nach 2030 wird der Tagebau Inden rekultiviert. Entweder mit dem Schwerpunkt auf der Wiederherstellung landwirtschaftlicher Flächen oder durch die Anlage eines großen Restsees. Wie auch immer: Bis die Böden für die Landwirtschaft nutzbar sind dauert es seine Zeit. Auch das Füllen eines Sees wird dauern. Zwischen 2050 und 2060 dürfte es soweit sein, dass in der Region erkennbar wird wie die Wunden, die der Tagebau Inden in die Landschaft gerissen hat, vernarben werden.

Im Dezember 2008 haben sich die zuständigen politischen Gremien für die Seelösung entschieden, sodass die lange Diskussion um die Frage Verfüllung oder Restsee beendet ist.

Fachplaner, Politik, Verwaltung, Bürger: Alle diskutieren über eine Zukunft, von der wenig bekannt ist. Zahlreiche Faktoren bestimmen die Zukunft im indeland, einige lassen sich in der Region beeinflussen, andere nicht, wie beispielsweise der Klimawandel oder das Ende der Verfügbarkeit von Öl und Gas.

Mit Szenarien soll versucht werden, verschiedene Bilder von Zukünften zu zeichnen und sie in Geschichten zu erzählen. Wie konnte es zu den Zukünften im indeland kommen, die in den Bildern gezeichnet werden? Die stringente Logik ist es, die Szenarien nachvollziehbar und damit glaubhaft werden lässt.

Gleichzeitig sind Szenarien Denkmodelle, an denen sich politische Entscheidungen messen lassen können: Welche der in den Szenarien dargestellten möglichen Zukünfte wird durch eine politische Weichenstellung wahrscheinlicher, welche unwahrscheinlicher?