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Wer hätte 1988 auf die schon im nächsten Jahr fallende Mauer in Berlin wetten wollen?

Entwicklung verläuft nie geradlinig. Trends sind geradlinig. Trends kommen aus der Analyse der Vergangenheit. Sie werden häufig in die Zukunft extrapoliert, um Vorhersagen über die zukünftige Entwicklung von irgendetwas zu treffen. Beispiel Börse: Seit Jahren geht es mit den Kursen bergauf. Alle Trends sprechen dafür, dass es noch einige Zeit so weiter geht. Aber die Realität zeigt, dass alle Trends irgendwann zu Ende gehen. An der Börse fallen dann die Kurse. Auch bei Trends gilt: Ein über eine lange Zeit konstanter Trend erlaubt eine relativ sichere Prognose über eine nähere Zukunft.

Zum Beispiel wuchs die Wirtschaft der DDR jahrelang mit zufriedenstellenden Wachstumsraten zwischen 3 und 4%. 1988 lag das Nationaleinkommen bei etwa 268 Mrd. Mark. Es konnte also mit einigermaßen großer Sicherheit davon ausgegangen werden, im Jahr 1990 die Marke von 270 Mrd. Mark zu überschreiten. Doch dann kam der Bruch, der dem Trend ein abruptes Ende bescherte: Der Fall der Mauer, die Wende in der DDR, die am 3. Oktober 1990 mit der Wiedervereinigung aufhörte zu existieren. Ein geradezu klassischer Bruch.

Andere Brüche gehen auf technologische Erfindungen zurück, beispielsweise die Erfindung des Transistors, der die moderne Informationstechnologie erst möglich gemacht hat, die Entdeckung der Kernspaltung, … All diesen Brüchen ist gemein, dass man sie nicht vorhersagen kann. Auch nicht die Brüche, die vielleicht noch kommen...

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